Nutzt Du wirklich noch ein Deo?

Deo_KristallDu benutzt also wirklich noch ein Deo? Dann lies das lieber bevor du dein nächstes kaufst:

Dass hohe Dosen Aluminium beim Menschen eine gesundheitsschädigende Wirkung haben, ist erwiesen. Ein aluminiumfreies Leben gibt es jedoch nicht. Aluminium ist das dritthäufigste Element der Erde und kommt in vielen Pflanzen, die selbstverständlicher Bestandteil unserer Ernährung sind, vor. Natürliche Lebensmittel sind seit Urzeiten eine Lebensgrundlage des Menschen. Würde der Mensch nur Aluminium über pflanzliche Nahrung aufnehmen, gäbe es kein Problem. Zum Problem wird Aluminium erst bei einer zu großen Menge, denn dann reichert es sich im Körper an und wird zur Gefahr für die Gesundheit.

Schau Dir mal die Gründe an, warum man Aluminium-Produkte vermeiden sollte:

Es befinden sich 5% in einem einzigen Deo! Das Bundesinstitut für Risikobewertung kommt in einer Stellungnahme zu dem Schluss, dass bei einer geschädigten Haut, zum Beispiel rasierter Haut, allein durch die tägliche Benutzung eines aluminiumhaltigen Antitranspirants die tolerierbar wöchentliche Aufnahmemenge von Aluminium möglicherweise komplett ausgeschöpft wird. Auch bei Kristall-Deos, die als Natur- und Biokosmetik zertifiziert sind, ist davon auszugehen, dass Aluminium in den Körper gelangt.

Antitranspirantien stehen an der Spitze der bedenklichen aluminiumhaltigen Produkte. Warum?

  • Zum einen werden solche Deos von vielen Menschen täglich, nicht selten sogar mehrfach täglich, benutzt.
  • Grund Nr. 2 : Antitranspirantien enthalten Aluminium in wasserlöslicher Form – als Ionen/Salze. Daraus kann Aluminium herausgelöst werden. Solche Ionen kommen in den Lösungen meist in Verbindung mit anderen Ionen vor – zum Beispiel als Aluminiumchlorid.
  • Grund Nr. 3 : In Antitranspirantien werden solche Stoffe in einer sehr großen Menge eingesetzt. Nach Informationen des BfR „sind Einsatzkonzentrationen von 20% in Antitranspiratien durchaus üblich. Das entspricht einem Aluminiumanteil von ca. 5%.“ Die Gruppenmerkblätter des Industrieverbandes Körperpflege- und Waschmittel e.V. (IKW) geben dagegen z. B. für Antitranspirant-Cremes Konzentrationen von bis zu 30% Aluminiumchlorohydrat an (IKW, 2012).“
  • Bei verletzter Haut und als Sprays sind Antitranspirantien besonders problematisch
  • Noch weiß niemand ganz genau, wieviel Aluminium über solche Deos tatsächlich in den Körper gelang. Bisher vorliegende Untersuchungen zeigen aber, dass bei einer verletzten Haut (z. B. durch die Achselrasur) deutlich mehr Aluminium in den Körper gelangt.
  • Wird ein Spray benutzt, werden zudem größere Hautteile besprüht und es wird auch Spray eingeatmet. Darum sind Sprays noch problematischer als Antitranspirantien in Form von Sticks.

Zu erkennen sind Deos mit Aluminiumsalzen an INCI-Bezeichnungen wie:

  • Aluminum Chloride
  • Aluminum Chlorohydrate
  • Aluminum Chlorohydrex
  • Aluminum Chlorohydrex PG
  • Aluminum Sesquichlorohydrate
  • Aluminum Zirconium Trichlorohydrex GLY

In zertifizierter Natur- und Biokosmetik dürfen solche synthetischen Aluminiumverbindungen nicht eingesetzt werden.

Jetzt kommt der Hammer:  Wir haben immer angenommen, dass man durch die Nutzung von Deo-Kristallen die äußere Aufnahme von Aluminium vermeidet. Wir lagen jedoch falsch. Auch hier lauert Gefahr.

 Kistall-Deos können Aluminium freisetzen

 Eingesetzt werden dürfen in Natur- und Bio-Kosmetik jedoch Alaune. Alaun ist zwar hautverträglicher als die synthetischen chlorierten Aluminiumsalze, doch es ist davon auszugehen, dass sie sich ähnlich wie Alu-Salze verhalten. Das heißt: Dass Aluminiumverbindungen in den Körper gelangen. In dem Punkt habe ich meine bisherigen Bewertungen korrigiert.

Zu erkennen sind Alaune an den INCI-Bezeichnungen:

  • Potassium Alum
  • Ammonium Alum

Wer, was Aluminium angeht, auf der sicheren Seite sein möchte, sollte statt eines Kristall-Deos lieber ein Deo mit anderen Wirkstoffen verwenden. Er gibt zahlreiche andere als Natur- und Bio-Kosmetik zertifizierte Deos.

In welchen Produkten befinden sich sonst noch Aluminium und sollten vermieden werden?

  1. Hauptaufnahmequelle für Aluminium sind Lebensmittel – Bei uns sind immer weniger Lebensmittel reine Naturprodukte. Sie können zum Beispiel aluminiumhaltige Zusatzstoffe enthalten. Aluminium kann aus Kochuntensilien, Dosen oder Folien auf Speisen übergehen, es gibt aluminiumhaltige Medikament und andere Erfindungen des Menschen, die uns in der Summe schaden.
  2. Zahnpasta mit Aluminiumflorid – eine Zahnpasta wird mindesten zweimal täglich benutzt und man verschluckt sie auch zum Teil. Wer die Aluminiumaufnahme minimieren möchte, sollte darum auf Zahnpasta mit dem Anti-Karies-Wirkstoff Aluminiumfluorid verzichten. Wirkstoffbezeichnung: Aluminum Fluoride
  3. Sonnenschutz mit Aluminium-Ummantelung – in Sonnenschutzprodukten kommt Aluminium auch als Ummantelung von Titandioxid-Nanopartikeln vor. Bei zertifizierter Natur- und Biokosmetik dürfen nur mineralische Lichtschutzsubstanzen wie Titandioxid eingesetzt werden. Dass sie in Nano-Größe verwendet werden, liegt daran, dass nur so ein hoher Lichtschutz erreicht werden kann und eine Formulierung gelingt, die gut einzieht und die nicht wie ein weißer Film auf der Haut liegt. Wir haben bereits viel über Sonnenschutzmittel und deren Gefahren berichtet.

Natur- und Biokosmetik schließt eine Fülle von Risiken aus. Wer nur danach Ausschau hält, dass ein Produkt keinen Rohstoff enthält, der irgendwie nach Aluminium klingt, übersieht leicht auch ernsthafte Gefahrenquellen anderer Art. So kann ein Lidschatten ohne Alumina beispielsweise bestimmte sehr problematische Azo-Farbstoffe als Farbpigmente enthalten. Es zeichnen sich zertifizierte Natur- und Biokosmetik nach wie vor dadurch aus, dass sie ein ganzes Füllhorn von Risiken ausschließt.

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Eingeordnet unter Aluminium, Bewusstsein, Gesundheit, Zusatzstoffe

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